Bodenrichtwerte

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte bei der Stadt Titisee-Neustadt hat aufgrund der bis zum 31.12.2016 abgeschlossenen Kaufverträge die Bodenrichtwerte zum 31.12.2016 ermittelt.
(Sitzung des Gutachterausschusses am 27.06.2017 in der Besetzung: Erhard Pfaff (Vorsitzender), Richard Wehrle (stellv. Vorsitzender), Claudia Strittmatter (Gutachterin), Manfred Geist (Gutachter), Bernhard Dreher (Gutachter) - Vertreter der Finanzbehörde (Finanzamt Freiburg-Land)

Wert
zone
Lage/Gebiet gebietstypische
Nutzung
Gemrkg.
Neustadt
je m² ca.
Gemrkg.
Titisee
je m² ca.
sonstiger Außenbereich
je m² ca.
L   landwirtschaftliche Flächen 1,75 € 2 € 1,50 €
E   Bauerwartungsland 10 € 12,50 €  
A Wohnbauflächen Außenbereich W / o / im übrigen nicht definiert     wenn ebf
50 €
W Stadtteil Waldau Wohnbauflächen innerhalb Ortslage W, M / o / II / GRZ 0,4 / GFZ 0,8     90 €
1 einf. Wohnlage/ Peripherie W /o / II / GRZ 0,4 / GFZ bis 0,8 75 € 75 €  
2 mittlere bis gute Wohnlage W /o/ II / GRZ 0,4 / GFZ bis 0,8 120 € 130 €  
3 gute Wohnlage W /o/ II / GRZ 0,4 / GFZ bis 0,8 150 € 190 €  
4 sehr gute Wohnlage W /o/ II / GRZ 0,4 / GFZ bis 0,8 165 € 250 €  
Mi Mischgebiet M,S /o/ II /GRZ 0,4/ GFZ bis 1,2 75 € 85 €  
MI/So Mischgebiet/
Sondergebiet
M,S /o/ II /GRZ 0,4/ GFZ bis 1,2 -- 85 €  
Ge/Mi Gewerbe-/ tls.Mischgebiet G,M/o/ II / GRZ 0,4/ GFZ bis 1,2 45 € 55 €  
K 2 Kerngebiet - außen M / g,o / GRZ/GFZ nicht def. 170 € 250 €  
K 1 Kerngebiet zentrale Lage M / g / GRZ /GFZ nicht def. 300 € 400 €  

Erläuterungen:

  • R = Rohbauland
  • W = Wohnbauflächen
  • M = Mischgebiet
  • o = offene Bauweise
  • E = Bauerwartungsland
  • G = Gewerbliche Flächen
  • S = Sonderbauflächen
  • g = geschlossene Bauweise
  • GRZ = Grundflächenzahl = Verhältnis überbaute Fläche/Grundstücksgröße
  • GFZ = Geschossflächenzahl = Geschossfläche/Grundstücksgröße
  • I / II = Anzahl der möglichen Vollgeschosse

Der Bodenrichtwert ist definiert als der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit von Grundstücken, für die im Wesentlichen gleiche Nutzungs- und Wertverhältnisse vorliegen. Er ist bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche mit gebietstypischen Eigenschaften/Nutzungen, auch wenn diese zonal von einer zulässigen Nutzung nach oben oder unten abweicht - (Bodenrichtwertgrundstück). In bebauten Gebieten sind die Bodenrichtwerte mit dem Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre.  
Zugrunde gelegte und unabhängig von spezifischen topografischen oder sonstigen Gegebenheiten übliche Grundstücksgröße sind dabei für ein Reihenhaus ca. 250 bis 400 m², eine Doppelhaushälfte 450 bis 550 m², ein Ein- bis Dreifamilienwohnhaus ca. 700 bis 1.000 m².Alle anderen Grundstücke sind im Einzelfall in Anlehnung an die Baunutzungsverordnung zu beurteilen, z.B. bei einer GRZ 0,4 min. das 2,5-fache der überbauten Fläche, bei anderen GRZs entsprechend. 
Der Bodenrichtwert wird in der Regel von unbebauten Baugrundstücken und nach Erfahrungen auf dem örtlichen Grundstücksmarkt als Bodenpreis abgeleitet, wie er sich ohne Berücksichtigung ungewöhnlicher oder persönlicher Verhältnisse ergibt. Die Bodenrichtwerte enthalten keine Wertanteile für Gebäude, Aufwuchs, bauliche und sonstige Anlagen. Abweichungen des einzelnen Grundstücks in den wertbestimmenden Eigenschaften - insbesondere bezüglich Größe, Gestalt, Bodenbeschaffenheit, Umwelteinflüssen, tatsächlicher Nutzung und Nutzbarkeit, Altlasten, Mehrgründungskosten - sind im Richtwert nicht berücksichtigt. 
Zugehörig ist die Bodenrichtwertkarte. Die Lage-/Gebietsbezeichnungen und gebietstypischen Nutzungen können von eventuell vorhandenen Bebauungsplanfestsetzungen o.ä. abweichen und begründen keine baurechtlichen Ansprüche. Die Einteilung der Gebiete nach der Richtwertkarte erfolgt nach Kaufpreisrelationen und Markteinschätzung. Die Angaben sind Mittelwerte. Einzelgrundstücke in den zonal abgegrenzten Bereichen können dabei hiervon bis ca. +/- 30 % abweichen. Die Richtwertzonen sind ausdrücklich nicht parzellenscharf abgegrenzt; in Übergangsbereichen sind Überschneidungen möglich. 
Die Werte beinhalten jeweils alle Erschließungskosten (= ebf) - bei Erhebung nach kommunalen Satzungen sowie bei privater Erschließung je nach Gebiet bis ca. 60 € je m². Soweit diese ganz oder teilweise ausstehen (was insbesondere in den Außenbereichen die Regel sein dürfte), ist zur Verkehrswertermittlung ein entsprechender Abzug auf einen „ebp-Wert“ vorzunehmen. 
Bodenrichtwerte haben keine bindende Wirkung. Rechtsansprüche hinsichtlich des Bauleitplanungs- oder Bauordnungsrechts (z. B. Bebaubarkeit eines Grundstücks) können aus den Bodenrichtwertangaben nicht abgeleitet werden. Insofern sind die Bodenrichtwerte nicht identisch mit dem Verkehrswert oder dem Kaufpreis eines Grundstücks und können im Einzelfall eine sachverständige Wertermittlung nicht ersetzen.      
Bebaute landwirtschaftlich genutzte Hofstellen, die innerhalb der ausgewiesenen Bodenrichtwertzonen liegen, haben abweichende Bodenwerte. Diese Bodenwerte können im Bedarfsfall nur durch Verkehrswertgutachten ermittelt werden.
Aufgestellt nach und entsprechend § 196 Baugesetzbuch (BauGB) am 27.06.2017:
gez.
Erhard Pfaff
Vorsitzender des Gutachterausschusses
bei der Stadt Titisee-Neustadt

Download Bodenrichtwertkarte 2017 (968 KB)
Download Bodenrichtwertkarte 2015 (11,4 MB)
Download Bodenrichtwertkarte 2013 (5,2 MB)
Download Bodenrichtwertkarte 2011 (4,4 MB)

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Tel. 07651/206-155
thalmann@titisee.de

Anke Weichert
Tel. 07651/206-154
weichert@titisee.de

Bürgermeisteramt
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79822 Titisee-Neustadt


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